Lebenskünstler

Thomas schreibt. Er mag den ”Gatsch” nicht und meint damit den feuchten Ton in der Keramikwerkstätte. Mit Freude zeigt er sein Buch, das bis an den Rand gefüllt ist mit Texten. „Lückentext” nennt er das Geschriebene. „Da hab ich verschiedene Wörter ausgelassen. Die kommen später dran.”

Judith ist blind. Sie sieht den Aschenbecher nicht, den ihre Hände formen; sie fühlt ihn und verändert ihn, solange bis er seine Form erreicht hat. Judith kann Schönheit sehen. In ihrer Phantasie.

„Ich wusste gar nicht, was in meinem Sohn alles steckt”, sagt Frau Washüttl über Stefan. Stefan ist einer der Künstler in der Druckwerkstatt in Mauer. Seine Zeichnungen, Linolschnitte und Malereien sind liebevolle Originale. So wie er. So wie alle, die hier arbeiten, sich einbringen und gemeinsam, etwas Einmaliges entstehen lassen.

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